Sprachpolitik
摘要
Wie in vielen ehemals kolonialisierten afrikanischen Staaten spielt das Spannungsverhältnis zwischen kolonialer und postkolonialer Sprachpolitik in der Demokratischen Republik (DR) Kongo eine große Rolle für Staat und Gesellschaft. Die Bemühungen, das Erbe belgischer Sprachpolitik mit kongolesischer Authentizität in Einklang zu bringen, dauern bis in die heutige Zeit an. Die sprachliche Vielfalt des Landes ist mit 215 gesprochenen Sprachen (Eberhard et al. 2021) enorm. Französisch dient als Amtssprache und Lingala, Kikongo/Kikongo-Kituba, Swahili und Ciluba sind als Nationalsprachen anerkannt. Individuelle und gesellschaftliche Mehrsprachigkeit sind alltägliche Realität.1