Die Ära Mobutu
摘要
Unmittelbar nach der Erreichung der Unabhängigkeit am 30. Juni 1960 wurde die Demokratische Republik (DR) Kongo von der sogenannten ‚Kongo-Krise‘ und einem langanhaltenden Bürgerkrieg erfasst. Die Sezessionen Katangas und Kasais im Juli 1960, die Absetzung und Ermordung des Ministerpräsidenten Patrice Lumumba im Januar 1961 und die Bildung einer Gegenregierung im Osten des Kongo, die von Lumumbist*innen angeführt wurde, stellten die nationale Politik und die internationale Gemeinschaft vor große Herausforderungen. Insbesondere die Zivilbevölkerung litt unter der unübersichtlichen militärischen Lage, welche durch die Entsendung von belgischen Fallschirmjägern, südafrikanischen Söldnertruppen und der ersten Blauhelm-Mission der Vereinten Nationen (UN) strukturell verschärft wurde.