Literatur-Geschichte und Essayistik
摘要
Drei Tage nach ihrer Ankunft als Studentin in Zürich, im Frühjahr 1888, bezog Ricarda Huch zwei Zimmer in der Gemeindestraße 25 im Stadtteil Hottingen. In direkter Nachbarschaft, im Zeltweg, wohnte Gottfried Keller, den sie „manches Mal am späten Abend […], klein und gebückt, für mich eine große, verehrte Gestalt, dahinstapfen sah“,1 wie die Autorin 1938 in ihren Jugenderinnerungen mit dem Titel Frühling in der Schweiz berichtet.