Die Arbeitsabläufe bei der intralingualen Translation und die Rolle der Digitalisierung und der computergestützten Translation (computer-aided translation (CAT)) für Leichte Sprache (LS) sind noch gänzlich unerforscht. Aus computerlinguistischer Sicht wurde LS bisher immer als kontrollierte Sprache behandelt. Zur Verbesserung der Textproduktion in LS scheint es daher zunächst sinnvoll, die LS-Regeln in bereits existierende Sprachprüfprogramme (Controlled-Language-Checker) zu implementieren. Diese helfen den Autor(inn)en dabei, definierte sprachliche Regeln einzuhalten. Lieske/Siegel (2014) und Siegel/Lieske (2015) haben für Deutsch Acrolinx getestet und die Open-Source-Software „LanguageTool“ mit LS-Regeln erweitert; Reuther (2019) nutzte „Congree“ zur Kontrolle von LS-Regeln; Zehrer (2019) testete wiederum „TextLab“. Alle waren sich darin einig, dass es Schnittpunkte zwischen kontrollierter Sprache für technische Dokumentation und LS gibt – insbesondere hinsichtlich struktureller Regeln. Wenn es aber darum geht, semantische Einheiten zu vereinfachen, zusätzliche Hintergrundinformationen einzufügen oder generell den/die Nutzer(in) bei der Informationsauswahl zu unterstützen, sind Controlled-Language-Checker keine Hilfe. Zudem wird durch diese Tools der Übersetzungsablauf im Allgemeinen, aber auch die spezifischen Teilschritte bei LS-Übersetzungen unterstützt, z. B. durch die Vorverarbeitung des Ausgangstexts, durch Terminologieverwaltung, durch die systematische Einbindung von vorübersetzten Textsegmenten usw. Bei der interlingualen Übersetzung werden hingegen CAT-Tools und andere digitale Ressourcen für Fachübersetzungen verwendet.

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Technologien für die Übersetzung von Fachtexten in Leichte Sprache

  • Silvia Hansen-Schirra,
  • Jean Nitzke,
  • Silke Gutermuth,
  • Chris Maaß,
  • Isabel Rink

摘要

Die Arbeitsabläufe bei der intralingualen Translation und die Rolle der Digitalisierung und der computergestützten Translation (computer-aided translation (CAT)) für Leichte Sprache (LS) sind noch gänzlich unerforscht. Aus computerlinguistischer Sicht wurde LS bisher immer als kontrollierte Sprache behandelt. Zur Verbesserung der Textproduktion in LS scheint es daher zunächst sinnvoll, die LS-Regeln in bereits existierende Sprachprüfprogramme (Controlled-Language-Checker) zu implementieren. Diese helfen den Autor(inn)en dabei, definierte sprachliche Regeln einzuhalten. Lieske/Siegel (2014) und Siegel/Lieske (2015) haben für Deutsch Acrolinx getestet und die Open-Source-Software „LanguageTool“ mit LS-Regeln erweitert; Reuther (2019) nutzte „Congree“ zur Kontrolle von LS-Regeln; Zehrer (2019) testete wiederum „TextLab“. Alle waren sich darin einig, dass es Schnittpunkte zwischen kontrollierter Sprache für technische Dokumentation und LS gibt – insbesondere hinsichtlich struktureller Regeln. Wenn es aber darum geht, semantische Einheiten zu vereinfachen, zusätzliche Hintergrundinformationen einzufügen oder generell den/die Nutzer(in) bei der Informationsauswahl zu unterstützen, sind Controlled-Language-Checker keine Hilfe. Zudem wird durch diese Tools der Übersetzungsablauf im Allgemeinen, aber auch die spezifischen Teilschritte bei LS-Übersetzungen unterstützt, z. B. durch die Vorverarbeitung des Ausgangstexts, durch Terminologieverwaltung, durch die systematische Einbindung von vorübersetzten Textsegmenten usw. Bei der interlingualen Übersetzung werden hingegen CAT-Tools und andere digitale Ressourcen für Fachübersetzungen verwendet.