Leichte Sprache ist eine Varietät des Deutschen, die hauptsächlich für die schriftliche Modalität konzipiert ist. Sie zielt darauf ab, die Komplexität der deutschen Standardsprache auf allen linguistischen Ebenen zu reduzieren, sodass der Zugang zu Informationen und die gesellschaftliche Teilhabe für Menschen mit Kommunikationseinschränkungen gewährleistet ist. Nachdem das Konzept der Leichten Sprache hauptsächlich durch praktische Anwendung entstand, entwickelten Linguisten in den vergangenen Jahren theoretischfundierte Regeln für die Übersetzung von Texten in Leichte Sprache. Die zwei wichtigsten Regelwerke für das Deutsche sind „Leichte Sprache. Das Regelbuch“ von Christiane Maaß (2015) und „Leichte Sprache. Theoretische Grundlagen. Orientierung für die Praxis“ von Ursula Bredel und Christiane Maaß (2016). Zunehmend interessieren sich jedoch ebenso Dolmetscher(innen) für die Leichte Sprache, die als Mittel zur Partizipation für kommunikativ benachteiligte Menschen dienen kann. Leichte Sprache ist für eine heterogene Zielgruppe konzipiert. LeserInnen mit kognitiven Beeinträchtigungen, funktionalem Analphabetismus, Aphasien und anderen Einschränkungen sollen von Textmaterial in Leichter Sprache profitieren. Da professionelle Übersetzer(innen) Texte aus dem Standarddeutschen in Leichte Sprache übersetzen, kann Leichte Sprache als Form der intralingualen Übersetzung bezeichnet werden (Jakobson 1959).

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Negation in der Leichten Sprache

  • Johanna Sommer

摘要

Leichte Sprache ist eine Varietät des Deutschen, die hauptsächlich für die schriftliche Modalität konzipiert ist. Sie zielt darauf ab, die Komplexität der deutschen Standardsprache auf allen linguistischen Ebenen zu reduzieren, sodass der Zugang zu Informationen und die gesellschaftliche Teilhabe für Menschen mit Kommunikationseinschränkungen gewährleistet ist. Nachdem das Konzept der Leichten Sprache hauptsächlich durch praktische Anwendung entstand, entwickelten Linguisten in den vergangenen Jahren theoretischfundierte Regeln für die Übersetzung von Texten in Leichte Sprache. Die zwei wichtigsten Regelwerke für das Deutsche sind „Leichte Sprache. Das Regelbuch“ von Christiane Maaß (2015) und „Leichte Sprache. Theoretische Grundlagen. Orientierung für die Praxis“ von Ursula Bredel und Christiane Maaß (2016). Zunehmend interessieren sich jedoch ebenso Dolmetscher(innen) für die Leichte Sprache, die als Mittel zur Partizipation für kommunikativ benachteiligte Menschen dienen kann. Leichte Sprache ist für eine heterogene Zielgruppe konzipiert. LeserInnen mit kognitiven Beeinträchtigungen, funktionalem Analphabetismus, Aphasien und anderen Einschränkungen sollen von Textmaterial in Leichter Sprache profitieren. Da professionelle Übersetzer(innen) Texte aus dem Standarddeutschen in Leichte Sprache übersetzen, kann Leichte Sprache als Form der intralingualen Übersetzung bezeichnet werden (Jakobson 1959).