Nana – ein Versuch der Inversion der Geschlechterordnung? Zwischen Reproduktion und Dekonstruktion geschlechtsspezifischer Attribuierungen
摘要
Die Protagonistin von Émile Zolas Roman Nana (1880) steht als Kurtisane für die Abkehr von der weiblichen Norm, für eine weibliche Radikalität und für männlichen Tendenzen: Nana wird literarisch als eine extreme und zugleich als ‚abnorme‘ Frau inszeniert. Dank des Kapitals ihres verführerischen Körpers versteht sie es, sich zu vermarkten und erscheint als Tabubrecherin, die die bürgerliche Gesellschaft unterminiert. Im Folgenden soll die Frage untersucht werden, inwieweit es der Figur Nana gelingt, traditionelle Zuschreibungen von Weiblichkeit (und Männlichkeit) im sozialen Raum zu dekonstruieren und welche Rolle das Körperkapital dabei spielt.