„un trésor pour un homme qui veut parvenir”: Körper- und Warenströme im Roman des 19. Jahrhunderts – Mode und Schriftverkehr bei Zola und Maupassant
摘要
Émile Zola zeigt in seinem Kaufhausroman Au Bonheur des dames (1883), wie Körperregime und Warenwelt unmittelbar aufeinander bezogen sind. Auch bei Guy de Maupassant ist der Körper Kapital, was sich zugleich im Paratext von Bel Ami (1885) manifestiert, ein Text, der aus der Perspektive des Protagonisten seinerseits vom Körperkapital des Mannes ausgeht und Frauen daraufhin bewertet, wie sie seinen eigenen Marktwert steigern können. In beiden Texten manifestiert sich zugleich ein Bewusstsein des Textes als Ware, der ebenfalls Marktgesetzen unterworfen ist und der zunehmend knappen Ressource Zeit abgerungen ist. Dabei formulieren diese Texte zugleich eine Kritik an der zunehmenden Kapitalisierung des Körpers. Georges Duroy, alias Bel Ami, versucht durch immer neue Kapitalisierungen des weiblichen Körpers seinen Aufstieg in einer von Männern dominierten Kapitalwelt zu realisieren, indem er sich vor allem weibliche Imaginationskraft in Form von Artikeln über zeitgenössische Entwicklungen für die Pariser Zeitung mittels der Attraktivität des eigenen Körpers erkauft.