Entlegene Nachbarn
摘要
Die Lebendigkeit des Exils in der Schweiz zeigt sich auf den Friedhöfen: Thomas Mann sehnte sich nach dem „Zufluchts- und Sterbeland deutscher Dichter“ (Mann 1965: 205),1 kurz bevor er selbst in Kilchberg am Zürichsee beerdigt wurde; der Schweizer Schriftsteller Paul Nizon schimpfte über den „Kulturfriedhof Europas“ (Nizon 1970: 115), der zwar vielen Geflüchteten einen Grabplatz bot, ihnen zuvor aber mit einer restriktiven Asylpolitik das Leben schwer machte.