Interpretation und Intention bei Bibelübersetzungen
摘要
Die Begegnung mit Gott war über die Jahrhunderte immer eine vermittelte. Die Verschriftlichung der Bücher des Alten Testaments in hebräischer Sprache begann mit dem 9. Jh. v. Chr., die Schriften des Neuen Testaments in Griechisch entstanden etwa in der Zeit 50–150 n. Chr. Schon die Worte Jesu sind uns nicht direkt, sondern nur in teilweise griechischer Übersetzung überliefert, doch sie gelten als „Wort Gottes“. Der Echtheitsbeweis der Septuaginta-Übersetzung wird mythologisch nicht etwa aus der Sprachschönheit hergeleitet, sondern aus der Gleichheit aller 72 Einzelversionen (Aristeasbrief), das Heilige liegt nicht im Text, sondern im Heilsgeschehen, von dem die Bibel Zeugnis gibt. Dieser Text hatte die Autorität eines Originals.