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Fotografische Begegnungen in der Sammlung Emma und Felix von Luschan

  • Katarina Matiasek

摘要

Anthropologische Fotografien sind Teil einer lange unterdrückten Flut kolonialer Bilder aus aller Welt, die heute aus einschlägigen Sammlungen wieder aufsteigt. Der zunehmenden digitalen Zugänglichkeit von Archiven geschuldet, macht diese fotografische Welle zugleich bewusst, wie viele visuelle Zeugnisse aus ehemaligen Kolonialgebieten noch einer Aufarbeitung harren.1 Besonders das Interesse an Bildern von Menschen aus fernen Weltgegenden reicht dabei in die Anfangstage der Fotografie um 1840 zurück. Wie ein Lauffeuer hatte sich das neue Medium auch in den europäischen Kolonien verbreitet, wo es schnell zu einem wesentlichen Instrument von imperialer Administration, Mission, Handel und nicht zuletzt der Wissenschaft wurde.2 Zur Gleichzeitigkeit von der Entwicklung der Fotografie und der Expansion kolonialer Strukturen3 gesellten sich die aufstrebenden Disziplinen der Anthropologie und der Ethnografie.4