错误:搜索内容不能为空,请输入英文关键词
错误:关键词超出字数限制,请精简
高级检索

Virginal in Millstatt?

  • Ulrich Seelbach

摘要

In den meisten Bibliotheken mit Altbeständen an Handschriften, Inkunabeln und Frühdrucken gibt es den sogenannten Fragmenten-Kasten, der noch nicht näher bestimmte Doppel- und Einzelblätter, Falzstreifen und andere Zuschnitte von beschrifteten Pergamenten enthält. Die Fragmenten-Sammlung der Universitätsbibliothek Gießen etwa ist das Ergebnis einer systematischen Durchsicht der älteren Drucke von der Postinkunabel-Zeit an bis ins 18. Jahrhundert.1 Die Bibliothekare lösten zu Beginn des 20. Jahrhunderts konsequent alle beschrifteten Pergamente – Spiegelblätter, Vorsätze und Kopert-Buchumschläge – von älteren Einbänden – vergaßen aber leider zu dokumentieren, aus welchen Trägerbänden sie entnommen wurden. Die Fragmente kamen ungeordnet in Kartons – die ältesten lateinischen Funde und die deutschsprachigen Pergamenttexte erhielten dann erst in den 1990er Jahren Signaturen. Auch in der Stiftsbibliothek Stams muss es eine vergleichbare Aktion gegeben haben, denn die erhaltenen Pergament-Fragmente trugen weder Signaturen noch waren die Trägerbände (bis auf wenige Ausnahmen) notiert worden.2