Bachmanns (Welt-)Reisen
摘要
Verschiebungen im Zeit-Raum-Kontinuum stehen für Ingeborg Bachmann oftmals mit Italien in Verbindung, insbesondere mit Rom, jener Stadt, an der Bachmann die historische Offenheit, die Unabgeschlossenheit nach allen Richtungen schätzte. Die Möglichkeit, exzeptionelle temporale Zustände zu erleben, prädisponiert zum utopischen Denken. Dies gilt auch mit Blick auf die Revision historischer Zusammenhänge und anderer Zukünfte, die hätten eintreten können. In dieser Hinsicht treffen sich Bachmann und Celan, denn auch der Czernowitzer Dichter plädierte in seiner berühmten Büchner-Preisrede Der Meridian für die zeit-räumliche U-Topie,1 in deren Licht der Mensch, die Kreatur und die bisherigen Wissensbestände betrachtet werden sollen.