Methodisierungen des Reisens und Verfügbarkeit der Form
摘要
Pilgerreisen ins Heilige Land haben ihren literarischen Niederschlag in einer großen Zahl lateinischer, deutscher und anderer volkssprachlicher Reiseberichte gefunden. 385 Texte verzeichnet Dietrich Huschenbett allein für den Zeitraum von 1320 bis 1500, davon 124 deutschsprachige.1 Die Gleichförmigkeit der Inhalte und Abläufe dieser Reisen ließen dieses Textkorpus als hinreichend homogen erscheinen, um in diachroner Betrachtung Fragen nach Veränderungen in Weltanschauung und Welterfahrung an die Texte zu richten und somit einen Weg der Säkularisierung zu illustrieren, der etwa von Konrad von Megenbergs Buch der Natur zu Sebastian Francks Kosmographia geführt habe.2