Statistische Klassifikation und Evolution der tibeto-birmanischen Sprachen
摘要
Die tibeto-birmanischen Sprachen verfügen über die größte Sprachenvielfalt, die weiteste Sprachverbreitung und die größten internen Unterschiede innerhalb der sino-tibetischen Sprachfamilie. In China werden die tibeto-birmanischen Sprachen von den Völkern der Tibeter, Monba, Lhoba, Jingpo, Dulong, Nu, Qiang, Pumi, Yi, Hani, Achang, Lahu, Jinuo, Lisu, Naxi, Bai, Tujia und weiteren 17 ethnischen Gruppen gesprochen. In dem 1987 veröffentlichten „Language Atlas of China“ (zhōngguó yǔyán dìtú jí 中國語言地 圖集, Chinese Academy of Social Sciences & Australian National University 1988) werden für China 23 tibeto-birmanische Sprachen genannt: Tibetisch, Gyalrong, Cuona-Monba, Canglo-Monba, Bokar-Lhoba, Yidu-Lhoba, Geman-Deng, Darang-Deng, Jingpo, Zaiwa, Dulong, Nu, Qiang, Pumi, Yi, Hani, Achang, Lahu, Jinuo, Lisu, Naxi, Bai und Tujia. Laut einer neueren Studie von James Matisoff (1997) ist die Anzahl der tibeto-birmanischen Sprachen in China auf 36 gestiegen, was auf die Entdeckung neuer Sprachen wie Muya, Daofu und Zhaba zurückzuführen ist. In der akademischen Debatte finden sich große Kontroversen zur Gesamtzahl der tibeto-birmanischen Sprachen.