Einleitung: Forschungsgegenstand und Problemstellung
摘要
Verschiedene Sprachen benutzen bekanntlich unterschiedlich restringierte strukturelle Mittel, um Inhalte auszudrücken. Deutsch und Norwegisch bilden hierzu – trotz der sehr engen sprachgeschichtlichen Verwandtschaft – keine Ausnahme. Deutsch hat im Vergleich mit dem heutigen Norwegisch ein differenzierteres morphologisches System mit Kasusmarkierung im Nominalbereich und einer Person-, Numerus- und Modusmarkierung im Verbalbereich – gelegentlich auch mit alternativen Formen.1 Diese Kontraste im morphologischen System ermöglichen eine Kasusmarkierung der Satzglieder im Deutschen und eine damit zusammenhängende freie Wortstellung.