Sprechende Häuser als Orte des Unerhörten in Novellen von E.T.A. Hoffmann, Heinrich Steinfest und Simon Strauß
摘要
Dass der menschliche Blick auf Naturräume immer schon kulturell geprägt ist, zählt zu den selbstverständlichen Erkenntnissen einer Raumtheorie, die ›Raum‹ »nicht als physikalische Entität«, sondern »als soziale Praxis und kulturelles Konstrukt«1 versteht. Dennoch fällt die konsequente Umsetzung dieser Perspektive in Bezug auf Häuser (und Innenräume) leichter als in Bezug auf Natur (und Außenräume): Sind Häuser doch genuiner, entwicklungsgeschichtlich weit zurückreichender Teil der kulturellen Sphäre, vom Menschen nach dessen Bedürfnissen konstruiert, geformt, errichtet und, nach den jeweils gültigen Konzepten der Funktionalität, Emotionalität und Ästhetik, immer wieder verändert.