Der Ukrainediskurs 2014 und 2022: Ein Blick in russische TV-Talkshows
摘要
In den Morgenstunden des 24. Februar 2022 begann Russland einen massiven militärischen Angriff auf die Ukraine – einen Krieg, der zum Zeitpunkt der Finalisierung des vorliegenden Beitrags (Juli 2023) andauert. Dieser Krieg hat bisher nicht nur massives menschliches Leid und zahlreiche zivile Opfer gefordert, sondern auch eine globale Wirtschaftskrise ausgelöst. Darüber hinaus ist die Möglichkeit eines Atomkrieges zur Realität geworden und der Einsatz von atomaren Waffen wird regelmäßig in russischen Talkshows diskutiert. Die staatlich kontrollierten Medien in Russland, insbesondere das Fernsehen, spielen eine entscheidende Rolle in diesem Krieg. Als zentrales Sprachrohr der russischen Regierung haben sie einen wesentlichen Einfluss darauf, wie über die Ereignisse berichtet wird und welche Informationen verbreitet werden. Der vorliegende Beitrag wirft einen genaueren Blick auf die russischen Medien, im Speziellen auf TV-Talkshows, und den darin geführten Ukrainediskurs, indem die Darstellung der beiden Hauptkonfliktparteien – Ukraine und Russland – in diesem Krieg untersucht wird. Außerdem wird der Frage nachgegangen, ob Unterschiede zwischen den Talkshowsendungen, die zu Beginn des Krieges in der Ostukraine 2014 gesendet wurden, und jenen seit Februar 2022 ausgestrahlten Sendungen festgestellt werden können.