„Alles war leer und ohne mich.“
摘要
Es mag eines der größten Paradoxe literarischer Ambition sein: Selbst wenn Literatur die sprachliche Form infrage stellt, derer sie sich bedient, kann sie ausgerechnet auf diese mithin als unzureichend deklarierte Ausdrucksweise nicht verzichten. So beklagt der Sprecher in Hugo von Hofmannsthals poetologischem ‚Chandos-Brief‘ (1902) mit wohl durchdachter sprachlicher Raffinesse, dass er vom sonderbaren Gefühl eines überwältigenden Einsseins mit der Welt ergriffen sei, das er durch Worte jedoch nicht mitzuteilen vermöge.