Die meisten Institutionen, die Gesundheits- und Sozialkampagnen international lancieren, wie auch Unternehmen, die Gesundheits- und Pharmawerbung in größeren Dimensionen betreiben, müssen sprach- und kulturübergreifend arbeiten, wobei eine immer bedeutendere Mediatisierung und Hybridisierung von Text- und Mediengenres zutage tritt, die auch verstärkt Elemente von Guerillamarketing aufweist. Gerade dieses Genre lebt davon, dass Inhalte und Botschaften in Sekundenbruchteilen rezipierbar und kognitiv verarbeitbar sein müssen, was eine treffsichere und maßgeschneiderte Zielgruppenorientierung erfordert. Daher rücken auch immer stärker soziologische und sozialpsychologische Perspektivierungen wie etwa Strategien des Gendermarketings als Orientierungsmuster in den Fokus des Interesses, die mit Blick auf Kulturkontaktphänomene, Internationalisierung und Lokalisierung dann interkulturell-kontrastiv und somit auch translationsrelevant sind. Im Beitrag soll daher anhand ausgewählter Formate der Gesundheitskommunikation, v.a. anhand von Marketing- und Sozialkampagnen, aber auch anhand von Pharmawerbung aus dem frankophonen, hispanophonen und deutschsprachigen Raum, aufgezeigt werden, inwieweit Strategien des Guerillamarketings und Elemente des Gendermarketings zur Emotionalisierung und zielgruppenspezifischen Individualisierung von Sachinhalten herangezogen werden und welche Herausforderungen unter dieser Perspektivierung für Sprach- und Kulturtransfer bzw. für die Translation entstehen.

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Qui s’y frotte s’y pique: Guerilla- und Gendermarketing als (interkulturelle) Instrumente der Gesundheitskommunikation

  • Cornelia Feyrer

摘要

Die meisten Institutionen, die Gesundheits- und Sozialkampagnen international lancieren, wie auch Unternehmen, die Gesundheits- und Pharmawerbung in größeren Dimensionen betreiben, müssen sprach- und kulturübergreifend arbeiten, wobei eine immer bedeutendere Mediatisierung und Hybridisierung von Text- und Mediengenres zutage tritt, die auch verstärkt Elemente von Guerillamarketing aufweist. Gerade dieses Genre lebt davon, dass Inhalte und Botschaften in Sekundenbruchteilen rezipierbar und kognitiv verarbeitbar sein müssen, was eine treffsichere und maßgeschneiderte Zielgruppenorientierung erfordert. Daher rücken auch immer stärker soziologische und sozialpsychologische Perspektivierungen wie etwa Strategien des Gendermarketings als Orientierungsmuster in den Fokus des Interesses, die mit Blick auf Kulturkontaktphänomene, Internationalisierung und Lokalisierung dann interkulturell-kontrastiv und somit auch translationsrelevant sind. Im Beitrag soll daher anhand ausgewählter Formate der Gesundheitskommunikation, v.a. anhand von Marketing- und Sozialkampagnen, aber auch anhand von Pharmawerbung aus dem frankophonen, hispanophonen und deutschsprachigen Raum, aufgezeigt werden, inwieweit Strategien des Guerillamarketings und Elemente des Gendermarketings zur Emotionalisierung und zielgruppenspezifischen Individualisierung von Sachinhalten herangezogen werden und welche Herausforderungen unter dieser Perspektivierung für Sprach- und Kulturtransfer bzw. für die Translation entstehen.