„spannend […] wegen […] den ganzen Geheimnissen, die man noch ähm halt, irgendwie lüften musste“
摘要
Comics können aufgrund ihrer Bild-Text-Interdependenzen narratologisch und semiotisch unzuverlässig sein. Am Beispiel des Comics Insekt (2006) von Sascha Hommer wird exemplarisch beleuchtet, welche Spezifika der Unzuverlässigkeit sich insbesondere für das Bildverstehen ergeben können und wie diese von Lernenden rezipiert und verarbeitet werden. Anhand ausgewählter theoretischer Annäherungen an den Comic wird dargestellt, welche spezifischen Möglichkeiten der Ausgestaltung von Unzuverlässigkeit im multimodalen Zusammenspiel sich hier bieten. Dabei wird insbesondere auf die Bildwahrnehmung in Hommers Insekt Bezug genommen. Im Rahmen einer Lautdenk-Studie und daran anschließenden Lektüreinterviews wurde zudem ersichtlich, dass multimodale Verstehensherausforderungen – wie z. B. unzuverlässige Ikonizität – heuristische Sensibilität für deren Verhältnis zu Vorwissen und medialen Rezeptionserfahrungen im Sinne sprachlicher, bildlicher, emotionaler und immersiver Fähigkeiten der Lernenden erfordern.