„Nice, jetzt ist der Jack weg. Jetzt ist da nur noch das Game.“
摘要
Dieser Artikel untersucht, inwiefern das Computerspiel A Juggler’s Tale als literarischer Gegenstand unzuverlässiges Erzählen innerhalb einer interaktiven Spielumgebung innovativ gestaltet. Er hinterfragt die traditionelle Annahme, dass eine distanzierte Haltung zum Text für das Verständnis von Unzuverlässigkeit notwendig ist, und zeigt anhand einer Pilotstudie, dass jugendliche Spieler:innen Unzuverlässigkeit in A Juggler’s Tale erkennen und darauf reagieren können, ohne eine distanzierte Perspektive einzunehmen. Zuvor erläutern eine kurze theoretische Einführung und eine wirkungsästhetische Betrachtung des Spiels die Erzählmodi von Computerspielen und wie A Juggler’s Tale diese nutzt, um Unzuverlässigkeit zu inszenieren. Das Spiel fördert durch seine multimodale Erzählstruktur die narrative Kompetenz und fordert Spieler:innen als aktive Teilnehmer:innen der Geschichte heraus, narrative Phänomene zu hinterfragen. Insgesamt bieten die Ergebnisse Einblicke in die didaktischen Möglichkeiten narrativer Spiele und ihren Beitrag zum Verständnis literarischer Konzepte.