Präsuppositionen als unsichtbare Inhaltselemente der Texte
摘要
Präsuppositionen werden in der Sprachphilosophie und in der Linguistik als implizite Voraussetzungen von Aussagen definiert. Der Begriff (nicht der Terminus „Präsupposition“ selbst) wurde schon von Gottlob Frege (1918–1919) im Sinne der selbstverständlichen Voraussetzung der Bildung von Sätzen thematisiert. Er machte auf die Wechselwirkung zwischen den Gedanken und dem Handeln aufmerksam, indem er schrieb: „Ihr Wirken wird ausgelöst durch ein Tun der Denkenden, ohne das sie [d. h. die Gedanken – A. S.] wirkungslos wären.“ (Frege 1918–1919: 77) Frege unterschied den Gedanken als subjektive, psychische und individuelle Gegebenheit (bei ihm: Vorstellung) vom Gedanken im objektiven Sinn als einer auf wahrer Erkenntnis basierenden Gegebenheit (vgl. Frege 1918–1919: 77; vgl. fernerhin Frege 1892: 32). Diese Unterscheidung ist für die Zwecke dieses Beitrags ausschlaggebend.