Während des schulischen Unterrichtsdiskurses (Ehlich 1981) und besonders in Phasen des Frontalunterrichtes steht die Lehrperson für gewöhnlich nicht einfach nur vor der Klasse, sondern nutzt ihre physische Präsenz bewusst, um sich dynamisch im Raum zu bewegen. Indem sie sich in verschiedenen Linien zwischen Pult, Tafel, Schülerraum, Fenster- und Seitenbereichen iterativ hin- und herbewegt, positioniert sich die Lehrperson immer wieder neu zu den Objekten im Interaktionsraum und vor allem zur Schülerschaft. Innerhalb der architektonischen Begrenzung des Klassenraums nähert sie sich wechselweise der Schülerschaft an bzw. entfernt sich wieder von ihr, sodass der Klassenraum zur interaktiven Ressource wird (vgl. Hausendorf/Schmitt 2018, 87), auf die in Konstellationen institutioneller Wissensvermittlung systematisch zurückgegriffen werden kann.

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‚Gehen im Unterricht‘

  • Anna Wamprechtshammer

摘要

Während des schulischen Unterrichtsdiskurses (Ehlich 1981) und besonders in Phasen des Frontalunterrichtes steht die Lehrperson für gewöhnlich nicht einfach nur vor der Klasse, sondern nutzt ihre physische Präsenz bewusst, um sich dynamisch im Raum zu bewegen. Indem sie sich in verschiedenen Linien zwischen Pult, Tafel, Schülerraum, Fenster- und Seitenbereichen iterativ hin- und herbewegt, positioniert sich die Lehrperson immer wieder neu zu den Objekten im Interaktionsraum und vor allem zur Schülerschaft. Innerhalb der architektonischen Begrenzung des Klassenraums nähert sie sich wechselweise der Schülerschaft an bzw. entfernt sich wieder von ihr, sodass der Klassenraum zur interaktiven Ressource wird (vgl. Hausendorf/Schmitt 2018, 87), auf die in Konstellationen institutioneller Wissensvermittlung systematisch zurückgegriffen werden kann.