Leibhaftige Bilder
摘要
Dass Sein und Erscheinen zueinander in einem Verhältnis der Spannung stehen, ist ein beständiges Motiv in der Geschichte der Philosophie. Diese Spannung begleitet die europäische Tradition seit Platons Höhlengleichnis und verbindet die Suche nach der Wahrheit und der Beschreibung der Wirklichkeit von Beginn mit einer Theorie der Medialität, des vermittelten Einwirkens der Welt aufs Bewusstsein und umgekehrt (Platon 1971: 514a–518b). Eine Schlussfolgerung, die wir daraus ziehen können, lautet, dass diese Spannung zwischen Sein und Erscheinen Ausdruck der Interaktion ist, die zwischen Subjekt und Welt immer schon besteht.