Das deutsche Trauma
摘要
Der Dreißigjährige Krieg (1618–1648) hat Deutschland und die Deutschen verändert. Kriegshandlungen und die durch sie ausgelösten Hungersnöte und Seuchen verheerten ganze Landstriche; manche haben sich davon nicht erholt. „Die Türme stehn in Glutt … Das Rathauß ligt im Grauß“ (Gryphius). Mord und Totschlag machten vor der Zivilbevölkerung nicht Halt. Das Völkerschlachten war der erste große Krieg, in dem auch Schusswaffen (z. B. die donnernde Carthaun, Gryphius, 1636) eingesetzt wurden. Jeder dritte Deutsche verlor sein Leben. Vor Kriegsbeginn haben in deutschen Landen etwa 16 Millionen Menschen gelebt; nach Kriegsende nur noch 10 Millionen.