Kulturelle Diversität als Impuls für die schulbezogene Arabischdidaktik
摘要
Obwohl kulturelle Vielfalt und die inbegriffene Mehrsprachigkeit seit langem als Bildungsziele in deutschen Lehrplänen verankert sind, hat dies zu keinem Aufbau langfristig tragfähiger Strukturen für die Schulfremdsprache Arabisch geführt. Zugleich wird die Debatte um Diversität die noch jungen Diskussionen um die Arabischdidaktik befruchten. Der folgende Beitrag ist ein Denkanstoß in diese Richtung und wendet sich primär an Arabischlehrkräfte, die in ihrem Arbeitsalltag Theorien und Bildungsprinzipien umsetzen müssen, für die sie – in Ermangelung eines Lehramtsstudiums für das Fach Arabisch – kaum ausgebildet worden sind. Dazu wird exemplarisch auf den Stellenwert der Kulturvermittlung in den großen Schuldfremdsprachen eingegangen, anschließend die politische Forderung nach mehr Diversität beleuchtet, die Begriffe Multikulturalität, Transkulturalität und Interkulturalität im Kontext des Fremdsprachunterrichts knapp beschrieben und schließlich ein konkretes Beispiel aus der Arabischdidaktik, nämlich der Behandlung von Literatur, diskutiert. Als zentral erweist sich dabei der Umgang mit weltanschaulichen und kulturellen Meinungsverschiedenheiten. Ohne die Akzeptanz von Dissens, so die These, bleibt die Diskussion um kulturelle Diversität im Bereich des Arabischen als Schulfremdsprache fruchtlos.