Dieser Artikel erkundet die Beziehungen zwischen Kunst und Leben in Hinblick auf die Spezifika ästhetischen Wahrnehmungsmodi und deren Potential, eine ateleologische, jedoch äußerst involvierte Form von Unparteilichkeit zu etablieren. Der Beitrag beschäftigt sich dabei mit theoretischen Konzepten über Urteil und Gemeinschaftssinn, wie sie etwa von Immanuel Kant und Hannah Arendt entwickelt wurden. Dabei wird argumentiert, dass ästhetische Wahrnehmung eine Form der Unparteilichkeit ermöglicht, die es dem Einzelnen erlaubt, über das eigene Wollen hinauszugehen und seine Verantwortlichkeit für den Anderen als eine ethische Antwortlichkeit anzunehmen. Als literarischer Bezugstext wird das Bilderbuch „Grünling“ von Levi Pinfold herangezogen, das die Beziehungen zwischen individuellen Erfahrungen, jenen des Kollektivs und der Natur künstlerisch befragt.

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Das Urteilen über Kunst und Leben und die Möglichkeit von ästhetischer Unparteilichkeit

  • Nicola Mitterer

摘要

Dieser Artikel erkundet die Beziehungen zwischen Kunst und Leben in Hinblick auf die Spezifika ästhetischen Wahrnehmungsmodi und deren Potential, eine ateleologische, jedoch äußerst involvierte Form von Unparteilichkeit zu etablieren. Der Beitrag beschäftigt sich dabei mit theoretischen Konzepten über Urteil und Gemeinschaftssinn, wie sie etwa von Immanuel Kant und Hannah Arendt entwickelt wurden. Dabei wird argumentiert, dass ästhetische Wahrnehmung eine Form der Unparteilichkeit ermöglicht, die es dem Einzelnen erlaubt, über das eigene Wollen hinauszugehen und seine Verantwortlichkeit für den Anderen als eine ethische Antwortlichkeit anzunehmen. Als literarischer Bezugstext wird das Bilderbuch „Grünling“ von Levi Pinfold herangezogen, das die Beziehungen zwischen individuellen Erfahrungen, jenen des Kollektivs und der Natur künstlerisch befragt.