Leben in einer undenkbaren Welt
摘要
Der vorliegende Beitrag unterzieht die etablierten humanzentrierten und systemkonformen Umgangsweisen mit der ökologischen Krise einer Kritik. Gefordert ist nicht nur eine radikale sozial-ökologische Transformation, sondern auch ein fundamentales Umdenken in unserem Verhältnis zur Natur bzw. zum Nichtmenschlichen. Im Hinblick auf Letzteres könnte die Kunsterfahrung eine neue Perspektive auf die Koexistenz mit nichtmenschlichen Objekten eröffnen. Das Konzept der „Einstimmung“ (Timothy Morton) geht davon aus, dass im Bereich der Kunst bereits eine Solidarität mit dem Nichtmenschlichen angelegt ist und dass die Begegnung mit Kunst dazu beitragen könnte, Mehrdeutigkeit wertzuschätzen und jedes Objekt in seiner Nichtfassbarkeit zu respektieren. Ob ein solcher normativer Anspruch mit dem gegenwärtigen Mehrheitsdiskurs der Deutschdidaktik vereinbar ist, soll im Rahmen des Beitrags untersucht werden.