Im Mittelpunkt des Beitrags steht die im Namen der Letzten Generation am 15. November 2022 durchgeführte Aktion im Wiener Museum Leopold. Das Bild Tod und Leben von Gustav Klimt wurde, zusammen mit einem Mitstreiter, von dem Aktivisten Florian Wagner, mit schwarzer Farbe beschüttet. Es geht in diesem Beitrag allerdings nicht darum, die Aktion politisch und/oder ästhetisch zu bewerten; etwa die Frage zu stellen, ob diese zu begrüßen oder zu kritisieren, wirkungsvoll oder wirkungslos gewesen ist. Vielmehr sollen die ideologischen Subtexte, die den Diskurs bedingen, analysiert und in ihrer (destruktiven) Funktion aufgezeigt werden. Was wird eigentlich verhandelt, wenn bestimmte Aussagen getroffen werden? Das Material für die exemplarische Analyse ist ein Gespräch in der Zeitschrift Falter zwischen Florian Wagner und Museumsdirektor Hans-Peter Wipplinger. Die Methode der Untersuchung orientiert sich an der Ideologietheorie Louis Althussers. Daraus folgt zunächst, dass die Frage Kunst oder Leben nur in Anführungszeichen zu stellen ist – wie dies die Organisatoren der Tagung, wenn auch unsichtbar, gemacht haben.

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Institution und Intervention

  • Michael Baum

摘要

Im Mittelpunkt des Beitrags steht die im Namen der Letzten Generation am 15. November 2022 durchgeführte Aktion im Wiener Museum Leopold. Das Bild Tod und Leben von Gustav Klimt wurde, zusammen mit einem Mitstreiter, von dem Aktivisten Florian Wagner, mit schwarzer Farbe beschüttet. Es geht in diesem Beitrag allerdings nicht darum, die Aktion politisch und/oder ästhetisch zu bewerten; etwa die Frage zu stellen, ob diese zu begrüßen oder zu kritisieren, wirkungsvoll oder wirkungslos gewesen ist. Vielmehr sollen die ideologischen Subtexte, die den Diskurs bedingen, analysiert und in ihrer (destruktiven) Funktion aufgezeigt werden. Was wird eigentlich verhandelt, wenn bestimmte Aussagen getroffen werden? Das Material für die exemplarische Analyse ist ein Gespräch in der Zeitschrift Falter zwischen Florian Wagner und Museumsdirektor Hans-Peter Wipplinger. Die Methode der Untersuchung orientiert sich an der Ideologietheorie Louis Althussers. Daraus folgt zunächst, dass die Frage Kunst oder Leben nur in Anführungszeichen zu stellen ist – wie dies die Organisatoren der Tagung, wenn auch unsichtbar, gemacht haben.