„Michel Houellebecq oben ohne – aber was hat das zu bedeuten?“
摘要
Die Fähigkeit, die Fiktionalität und Faktualität eines literarisch, filmisch oder anders codierten Spiels analytisch zu beschreiben, ästhetisch wahrzunehmen und in eigenen Texten absichtsvoll zu inszenieren, kann als Fiktionalitätsbewusstheit bezeichnet werden. Der Beitrag zeigt, wie man unter Zuhilfenahme verschiedener Kategoriensysteme von Fiktionalitäts-/Faktualitätsindikatoren und ‚hybrider‘ Textformate Fiktionalitätsbewusstheit im Unterricht fördern kann. Als Fallbeispiele dienen insbesondere drei Texte: ein Witz, eine Scripted-Reality-Serie und ein (angeblicher) Porno-Trailer, in dem der Schriftsteller Michel Houellebecq zu sehen ist. Auch wird begründet, warum Fiktionalitätsbewusstheit insbesondere vor dem Hintergrund der Weiterentwicklung künstlicher Intelligenz im Medienverhalten Jugendlicher eine entscheidende Rolle spielen sollte.