In der europäischen Geschichte war Einsprachigkeit zu keinem Zeitpunkt der Normalfall, und kulturelle „Homogenität“ ist eine im 19. Jahrhundert geborene Chimäre, denn die Wirklichkeit war und ist immer komplexer. Staatsgrenzen beinhalten nicht immer Sprachgrenzen, auch in Europa war es bis ins 19. Jahrhundert, bevor es zu einer Ausbreitung des Nationalismus kam, üblich, dass in einem Staatsgebiet mehrere Sprachen parallel existierten und die Bevölkerung ganz selbstverständlich mehrere Sprachen beherrschte und nebeneinander je nach Situation verwendete. Ein allgemein anerkanntes Beispiel dafür ist die (Idee der) Donaumonarchie, die eine Vielfalt von Ethnien und Sprachen umfasste (Meier 2003b).

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Deutsch als Fremd-und Fachsprache in der Slowakei

  • Jörg Meier

摘要

In der europäischen Geschichte war Einsprachigkeit zu keinem Zeitpunkt der Normalfall, und kulturelle „Homogenität“ ist eine im 19. Jahrhundert geborene Chimäre, denn die Wirklichkeit war und ist immer komplexer. Staatsgrenzen beinhalten nicht immer Sprachgrenzen, auch in Europa war es bis ins 19. Jahrhundert, bevor es zu einer Ausbreitung des Nationalismus kam, üblich, dass in einem Staatsgebiet mehrere Sprachen parallel existierten und die Bevölkerung ganz selbstverständlich mehrere Sprachen beherrschte und nebeneinander je nach Situation verwendete. Ein allgemein anerkanntes Beispiel dafür ist die (Idee der) Donaumonarchie, die eine Vielfalt von Ethnien und Sprachen umfasste (Meier 2003b).