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Nach Westen!

  • Karlheinz Kasper

摘要

Als Lunz auf einer Zusammenkunft der Serapionsbrüder am 2. Dezember 1922 den programmatischen Vortrag Nach Westen! hielt, war er ganz in seinem Element. Einleitend verwies er auf den 1920 veröffentlichten Roman Die Königin von Atlantis (L’Atlantide) des französischen Schriftstellers Pierre Benoît, „eine reine Abenteuergeschichte und ganz und gar exotisch“. Die russische marxistische Kritik sah im Erfolg dieses Romans im Westen ein deutliches Zeichen für den Zusammenbruch der bürgerlichen Kultur, die den Nervenkitzel suche, statt Barbusse und Rolland zu lesen. Für Lunz war Benoîts Roman, der „schlechter ist als Ryder Haggards Romane“ und „viele Fehler und naive Versehen“ aufweist, ein Symptom dafür, dass es im Westen von jeher Abenteuerliteratur gibt, die in Russland als Boulevardkitsch gilt oder gerade noch als Kinderliteratur geduldet wird. Als seriös hingegen betrachte man in Russland den revolutionären Demokraten Nikolai Tschernyschewski und den Volkstümler Gleb Uspenski.