Schlußbetrachtung
摘要
Am Ende dieser Untersuchung halte ich für erwiesen, daß der Autor des Dekameron ein ungläubiger Mensch gewesen ist. Die Aussage ist allerdings nur dann richtig, wenn wir die damals gültigen Glaubensmaßstäbe ansetzen und nicht jene, die sich heute lebende Christen zurechtgebogen haben. Das heißt konkret: Wenn ein sogenannter Christ der Meinung ist, daß es einen Himmel, eine Hölle und ein Fegefeuer, daß es Heilige und Wunder gebe, daß Jesus kein gewöhnlicher Mensch, sondern Gottes Sohn gewesen und Maria nicht auf gewöhnliche Weise mit ihm schwanger geworden sei, daß jener Jesus „vere, realiter ac substantialiter“ in der konsekrierten Hostie enthalten sei und so weiter und so fort, so wird er den Autor des Dekameron nur schwerlich für einen gläubigen Menschen halten können.