Grundbesitz und Migration am Anfang des 18. Jahrhunderts
摘要
Das Gut, um das es hier geht, lag im Komitat Tolna, einem der Kerngebiete Südtransdanubiens, das in der historischen Forschung unter dem Namen „Schwäbische Türkei“ bekannt ist. Das östlich an die Donau angrenzende Gebiet des Komitats erlitt zur Zeit der osmanischen Eroberung in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts und der Befreiungskriege Ende des 17. Jahrhunderts (1683–1699) massive Verluste an Bevölkerung sowie materiellen und natürlichen Ressourcen. Die frühe Periode des Wiederaufbaus im Komitat hat in der Forschung bisher jedoch wenig Beachtung gefunden, nicht zuletzt wegen der äußerst instabilen, ja chaotischen Verhältnisse, die sich auch in den historischen Dokumenten widerspiegeln und deren Aufarbeitung allein schon durch die lückenhafte Überlieferung erschwert wird.