„Die Welt ist eine Welt der Gegensätze, draußen und drinnen“
摘要
Manche Aussprüche Fontanescher Figuren lesen sich wie Binsenweisheiten, Plattitüden. So auch Gordons Grübelei: „Die Welt ist eine Welt der Gegensätze, draußen und drinnen, und wohin das Auge fällt, überall Licht und Schatten“ (HFA I.2, S. 293). Platziert kurz nach dem Wendepunkt der Handlung, Klothildes Brief, der über die Herkunft der Titelgestalt und die sie umgebenden Gerüchte Aufschluss gibt, scheint dieser Maxime jedoch zentrale Bedeutung in der Ökonomie des Romans und für die in ihm aufgerollte Problematik innezuwohnen. Schon vorher war die Titelgestalt von demselben Sprecher in gleicher Weise gekennzeichnet und der Maxime über die allgemeine Bedeutung hinaus eine konkrete Anwendbarkeit auf die konkrete Geschichte zugewiesen worden: Cécile sei „Überhaupt voller Gegensätze“ (HFA I.2, S. 188).