„Ein bisschen Utopie, bitte“?
摘要
Thema des vorliegenden Beitrags ist die (Nicht-)Eignung literarischer Texte für einen inklusiven Literaturunterricht, der sich u. a. durch eine diskriminierungssensible Gegenstandswahl auszeichnet. Das Adjektiv ‚diskriminierungssensibel‘ verweist dabei auf den Anspruch, nicht nur unterschiedliche fachliche Lernvoraussetzungen, sondern auch die unterschiedliche soziale Positioniertheit der Lernenden2 bei der Unterrichtsplanung zu berücksichtigen und eine Reproduktion diskriminierender Strukturen im Unterricht zu verhindern (Leiß 2022; Rösch 2019: 71). Die Frage nach der Eignung bzw. nach sinnvollen Eignungskriterien soll daher auf Texte bezogen werden, die grundsätzlich das Potenzial haben, mittels ästhetischer Strategien körperbezogene Normalitätskonstruktionen und diskriminierende Strukturen zu schwächen, die aber zugleich aus diskriminierungssensibler Sicht problematisch sind.