Einleitung
摘要
Die literale Kompetenz (vgl. dazu Feilke 2011: 2; vgl. auch Ehlers zum literacy-Begriff 2016: 34ff.) stellt sich als eine gesellschaftliche Schlüsselkompetenz dar. Feilke (2011) betont, dass die Literacy, also die Alphabetisiertheit, zentral für die Orientierung und Teilhabe in der literalen Gesellschaft sei (vgl. ebd.). Literale Kompetenz umfasst dabei sowohl das Lesen als auch das Schreiben. Wie schon aus dieser begrifflichen Herleitung zu erahnen ist, stehen Lesen und Schreiben in einer engen Wechselwirkung zueinander. In Bezug auf das Lesenlernen und die Leseförderung existieren aktuell zahlreiche Vorschläge für Trainingsmaßnahmen und Förderprogramme (vgl. etwa BiSS-Transfer o. D.; vgl. Lesen macht stark Grundschule 2023; ELiS 2019). Als weniger materialreich erweist sich die Sichtung des Diskurses zur Schreibkompetenz (vgl. für einen Überblick Rack-Hellekes 2024; vgl. auch Anskeit 2019). Bei der Entwicklung der Schreibkompetenz handelt es sich um einen langandauernden Prozess. Insbesondere die Tatsache, dass die ersten Schreibprodukte die Hürde des motorisch wie kognitiv anspruchsvollen, zeitintensiven Aufschreibens in sich tragen und daher als mühselig erscheinen, bringt ein großes Frustrationspotenzial mit sich (vgl. dazu Philipp 2015: 50; Becker-Mrotzek & Böttcher 2020: 57). Aus diesem Grund erscheint es als zentral, schon frühzeitig mit einer Förderung der Schreibkompetenz zu beginnen und sie konsequent bereits in der unterrichtlichen Praxis in der Primarstufe zu verankern.