Zwischen Avantgarde und Institution
摘要
Betrachtet man die Entwicklungslinie radiophoner Experimente von den Anfängen bis zum digitalen Zeitalter, so lässt sich von periodischen Momenten einer ›Re-Invention‹ sprechen: »The development of radio art can be considered on the whole as an ongoing re-invention of its lost aesthetic and communicative potential«, schreibt Dieter Daniels.1 Mit anderen Worten heißt dies, dass der reflexive Umgang mit dem radiophonen Medium keineswegs linear und kontinuierlich erfolgt, sondern vielmehr an avantgardistische Bestrebungen und ihre innovativen Tendenzen gebunden ist. Dabei stellt sich die Frage, wie intensiv und unter welchen Umständen sich die jeweiligen Neuerfindungen in den einzelnen Ländern, beziehungsweise in ›Ost‹ und ›West‹ artikulieren konnten – oder wohl auch können.