Das Problem der Kontingenz
摘要
Wie inzwischen durch zahlreiche Studien belegt ist, spielt J. G. Fichte vor allem für die Frühromantik eine zentrale Rolle.1 Programmatisch für seine Relevanz innerhalb dieses Kreises steht dabei Schlegels berühmte Einschätzung im Athäneumsfragment 216, „die Französische Revolution, Fichtes Wissenschaftslehre und Goethes Meister sind die größten Tendenzen des Zeitalters“. Nun hat Radrizzani (1997) bereits eindrücklich herausgestellt, dass sich die schillernde Rezeption Fichtes schon daran ablesen lässt, dass Schlegels Einschätzung einerseits von einer großen Fichte-Begeisterung zeugt, andererseits über den abwertenden Begriff der „Tendenz“ auf einen so verstandenen Mangel der Fichteschen Philosophie hinweist.2