Das Übersetzen wird allzu oft weiterhin als ein mehr oder weniger gelungener Transferprozess zwischen Sprachen angesehen. Dabei bedeutet Übersetzen weitaus mehr, schließt es doch immer auch einen kulturellen Transfer ein, wie die inzwischen etablierten „Cultural Translation Studies“ untermauern (hierzu u. a. Bassnett 2007). Texte in andere kulturelle Umgebungen zu übertragen, birgt immer Veränderung, wie schon Jorge Luis Borges anhand der fiktiven Figur des Pierre Menard aufzeigt, der zu Beginn des 20. Jahrhunderts, somit ca. 300 Jahre nach der Veröffentlichung des Don Quijote, diesen berühmten Roman in Frankreich auf Spanisch erneut schreibt, Wort für Wort identisch.

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Übersetzung als postkoloniale Konfigurationen von Transkulturalität

  • Vera Elisabeth Gerling

摘要

Das Übersetzen wird allzu oft weiterhin als ein mehr oder weniger gelungener Transferprozess zwischen Sprachen angesehen. Dabei bedeutet Übersetzen weitaus mehr, schließt es doch immer auch einen kulturellen Transfer ein, wie die inzwischen etablierten „Cultural Translation Studies“ untermauern (hierzu u. a. Bassnett 2007). Texte in andere kulturelle Umgebungen zu übertragen, birgt immer Veränderung, wie schon Jorge Luis Borges anhand der fiktiven Figur des Pierre Menard aufzeigt, der zu Beginn des 20. Jahrhunderts, somit ca. 300 Jahre nach der Veröffentlichung des Don Quijote, diesen berühmten Roman in Frankreich auf Spanisch erneut schreibt, Wort für Wort identisch.