Raub von hebräisch-jüdischen und anderen Kulturgütern während der deutschen Besatzung der Ukraine. Probleme der Recherche und Chancen der Rückgabe
摘要
In den besetzten Gebieten Europas wurde während der Zeit des Nationalsozialismus eine kaum vorstellbare Menge an Kunstwerken und Kulturgütern geraubt. Sie gehörten in großer Menge Jüdinnen und Juden sowie ukrainischen Familien, die ein großes Vermögen hatten. Beschlagnahmt wurden auch Kirchen, Museen, Archive und Bibliotheken – sie galten als gutes Raubziel. Einiges gelangte nach Amerika, anderes tauchte nach vielen Jahren in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Frankreich auf; aber auch in den postsowjetischen Staaten, Russland und der Ukraine. Dabei stellen sich viele Fragen: Gehörten einige von ihnen jüdischen Familien? Wurden sie unter Druck weggenommen, abgepresst, abgekauft? In diesem Aufsatz möchte ich versuchen, für die Ukraine die Beschlagnahmung von Kulturgütern im Holocaust, die Folgen dieses Kulturraubs und die Probleme der Restitution zu beleuchten.