Einleitung
摘要
Im Laufe der Geschichte wurden Dolmetscher:innen diverse Rollen zugeschrieben, die von reinen Sprachvermittler:innen bis hin zu Kommunikationsund Kulturexpert:innen reichten, die gegenseitiges Verständnis zwischen Sprecher: innen verschiedener Sprachen ermöglichten bzw. reziprokes Vertrauen zwischen Angehörigen unterschiedlicher Kulturen schufen (Pöllabauer 2015: 355). Oftmals wird dabei jedoch vergessen, dass es sich beim Dolmetschen um eine sozial situierte Tätigkeit handelt und Entitäten wie Macht sowie deren Missbrauch, ungleiche (Um-)Verteilung und Aufrechterhaltung unweigerlich an allen Dolmetschvorgängen beteiligt sind. Dolmetscher:innen stehen als soziale Akteur:innen im Zentrum solcher Vorgänge und können durch ihr Handeln – bewusst oder unbewusst – institutionalisierte Macht(un)gleichgewichte verstärken, schwächen oder anderweitig beeinflussen (Mason 2015: 314).