Die 1960er-Jahre entsprechen einer Krisenperiode zwischen der Deutschen Demokratischen Republik und der Tschechoslowakei, welche dann 1968 im Prager Frühling und dessen Niederschlagung gipfelte. Die Beziehungen zwischen den beiden sozialistischen Staaten hatten sich „zunächst zwar nicht besonders herzlich, aber doch pragmatisch und weitgehend konfliktfrei gestaltet,“1 da die beiden Staaten „ein gemeinsames Interesse: den Kampf gegen den Westen“2 einte und sie bereits Anfang der 1950er-Jahre ihre Beziehungen normalisiert hatten,3 was mit dem gleichzeitigen Beitritt zum Warschauer Pakt im Jahre 1955 einen Höhepunkt fand. Trotzdem bestanden Unstimmigkeiten zwischen Prag und Ost-Berlin, die durch die deutsche Frage verschärft wurden, da die DDR den Bestrebungen der Tschechoslowakei zur Normalisierung ihrer Beziehungen mit der Bundesrepublik nicht zustimmte und diese behinderte, wo und wie sie nur konnte.4

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Österreich, die DDR und die Tschechoslowakei in den 1960er-Jahren

  • Hélène Leclerc

摘要

Die 1960er-Jahre entsprechen einer Krisenperiode zwischen der Deutschen Demokratischen Republik und der Tschechoslowakei, welche dann 1968 im Prager Frühling und dessen Niederschlagung gipfelte. Die Beziehungen zwischen den beiden sozialistischen Staaten hatten sich „zunächst zwar nicht besonders herzlich, aber doch pragmatisch und weitgehend konfliktfrei gestaltet,“1 da die beiden Staaten „ein gemeinsames Interesse: den Kampf gegen den Westen“2 einte und sie bereits Anfang der 1950er-Jahre ihre Beziehungen normalisiert hatten,3 was mit dem gleichzeitigen Beitritt zum Warschauer Pakt im Jahre 1955 einen Höhepunkt fand. Trotzdem bestanden Unstimmigkeiten zwischen Prag und Ost-Berlin, die durch die deutsche Frage verschärft wurden, da die DDR den Bestrebungen der Tschechoslowakei zur Normalisierung ihrer Beziehungen mit der Bundesrepublik nicht zustimmte und diese behinderte, wo und wie sie nur konnte.4