Während des Kalten Krieges stand Österreich durch seine geographische Lage am Scheideweg zwischen den westlichen und östlichen Bündnissystemen. Entsprechend seiner am 26. Oktober 1955 erklärten Neutralität gehörte Österreich offiziell keinem Block an, obwohl es eine unleugbare Nähe Österreichs zu dem Westen gab, was Politik, Wirtschaft und Wertegemeinschaft angeht. Bruno Kreisky, der Staatssekretär für Auswärtige Angelegenheiten (1953–1959), Außenminister (1959–1966) und Bundeskanzler (1970–1983) war, personifizierte lange Zeit die österreichische Außenpolitik und entwickelte dabei die Interpretation und die Praxis einer aktiven Neutralitätspolitik.

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Bilaterale Beziehungen zwischen Österreich und der DDR während der Kreisky-Ära

  • Laure Gallouët

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Während des Kalten Krieges stand Österreich durch seine geographische Lage am Scheideweg zwischen den westlichen und östlichen Bündnissystemen. Entsprechend seiner am 26. Oktober 1955 erklärten Neutralität gehörte Österreich offiziell keinem Block an, obwohl es eine unleugbare Nähe Österreichs zu dem Westen gab, was Politik, Wirtschaft und Wertegemeinschaft angeht. Bruno Kreisky, der Staatssekretär für Auswärtige Angelegenheiten (1953–1959), Außenminister (1959–1966) und Bundeskanzler (1970–1983) war, personifizierte lange Zeit die österreichische Außenpolitik und entwickelte dabei die Interpretation und die Praxis einer aktiven Neutralitätspolitik.