Im Kapitel werden die Ergebnisse der Analyse der narrativen Strukturen und Literarizität in Erstlesebüchern dargestellt. Neben der qualitativen bimodalen Erzähltextanalyse wurden die Texte mit dem Programm RATTE auf sprachliche Komplexität und Lesbarkeit hin untersucht. Die Ergebnisse zeigen ein homogenes narratives Profil mit überwiegend komplexitätsreduzierter Gestaltung. Auf der discourse-Ebene treten Merkmale wie iterative Erzählformen, Präsensgebrauch und extradiegetisch-heterodiegetische Erzählinstanzen auf. Wiederkehrende visuelle Elemente – darunter überwiegend symmetrische Bild-Text-Verhältnisse, comicale Erzählelemente und Zeichen im Bildtext – können das Textverständnis fördern. Die story-Ebene ist geprägt durch handlungsorientierte Strukturen, eindimensionale Figuren, realitätsnahe Erzählwelten und alltagsbezogene Motive. Literarizität zeigt sich durch sprachliche Verfremdungen, autofunktionale Sprache und Leerstellen; bildlich tritt sie seltener auf. Die Ergebnisdarstellung erfolgt systematisch entlang der Analysekategorien und wird durch zahlreiche Textbeispiele veranschaulicht. Sie bildet die Grundlage für die anschließende Diskussion des literarästhetischen Potenzials von Erstlesebüchern.

错误:搜索内容不能为空,请输入英文关键词
错误:关键词超出字数限制,请精简
高级检索

Ergebnisse der Analyse – Beobachtungen vor dem Hintergrund der theoretischen Grundannahmen

  • Sandra Siewert

摘要

Im Kapitel werden die Ergebnisse der Analyse der narrativen Strukturen und Literarizität in Erstlesebüchern dargestellt. Neben der qualitativen bimodalen Erzähltextanalyse wurden die Texte mit dem Programm RATTE auf sprachliche Komplexität und Lesbarkeit hin untersucht. Die Ergebnisse zeigen ein homogenes narratives Profil mit überwiegend komplexitätsreduzierter Gestaltung. Auf der discourse-Ebene treten Merkmale wie iterative Erzählformen, Präsensgebrauch und extradiegetisch-heterodiegetische Erzählinstanzen auf. Wiederkehrende visuelle Elemente – darunter überwiegend symmetrische Bild-Text-Verhältnisse, comicale Erzählelemente und Zeichen im Bildtext – können das Textverständnis fördern. Die story-Ebene ist geprägt durch handlungsorientierte Strukturen, eindimensionale Figuren, realitätsnahe Erzählwelten und alltagsbezogene Motive. Literarizität zeigt sich durch sprachliche Verfremdungen, autofunktionale Sprache und Leerstellen; bildlich tritt sie seltener auf. Die Ergebnisdarstellung erfolgt systematisch entlang der Analysekategorien und wird durch zahlreiche Textbeispiele veranschaulicht. Sie bildet die Grundlage für die anschließende Diskussion des literarästhetischen Potenzials von Erstlesebüchern.