Die Literarizität von Erzähltexten und ihr Potenzial für literarästhetische Lernprozesse
摘要
Das Kapitel untersucht Literarizität als Merkmal literarischer Texte und beleuchtet ihr Potenzial zur Initiierung literarästhetischer Lernprozesse. Im Zentrum stehen textimmanente Merkmale wie Verfremdung, Autofunktionalität, Konnotation und Symbolik, die literarische Texte formal und semantisch prägen und literarästhetische Lernprozesse anregen können. Vor dem Hintergrund unterschiedlicher Komplexitätsniveaus in der Kinderliteratur wird diskutiert, inwiefern potenziell auch Erstlesebücher durch wiederkehrende Strukturmuster, stilistische Verdichtungen oder symbolische Elemente Merkmale literarästhetischer Gestaltung aufweisen können. Die Darstellung verschiedener literarästhetischer Lernprozesse – etwa stilistischer Sensibilisierung, Imagination, subjektiver Involvierung oder dem Erschließen impliziter Bedeutungen – verdeutlicht, wie bimodale Erzähltexte zum Aufbau literarästhetischer Kompetenz beitragen können.