In Kapitel 3 werden die lesedidaktischen Grundlagen gelegt. Leseförderung wird als dauerhafte und mehrdimensionale Aufgabe verstanden, die sowohl kognitive als auch motivationale und soziale Dimensionen von Lesekompetenz adressieren muss. Da leseschwache Schüler:innen das Lesen häufig als mühsam erleben, steht zu Beginn des Kapitels die Automatisierung hierarchieniedriger Prozesse im Mittelpunkt. Diese verlaufen automatisiert, wenn eine ausreichende Leseflüssigkeit vorhanden ist. Nach der vierdimensionalen Auffächerung des Konstrukts Leseflüssigkeit wird Lesemotivation als zentrale Einflussgröße auf das Leseverhalten definiert. In diesem Zusammenhang werden auch weitere bedeutsame Faktoren für die Genese von Lesemotivation erläutert: das Selbstkonzept, die Selbstwirksamkeit und die Attribution. Schließlich wird die Methode des Lesestandems als lesedidaktisches Basisverfahren für das in Kapitel 5 zu modellierende Leseförderverfahren bestimmt – auf der Basis sowohl der Erkenntnisse zu Ursachen schwachen Lesens als auch unter Einbezug vorhandener deutschdidaktischer Studien zur Wirksamkeit von Lautleseverfahren. In Abgrenzung zu bisherigen Studien wird auch die soziale Dimension in Form von Cross-Age-Mentoring fokussiert.

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Darstellung der Ausgangslage, Teil 2: Modellierungen und Konzepte zur Leseförderung

  • Marc Kudlowski

摘要

In Kapitel 3 werden die lesedidaktischen Grundlagen gelegt. Leseförderung wird als dauerhafte und mehrdimensionale Aufgabe verstanden, die sowohl kognitive als auch motivationale und soziale Dimensionen von Lesekompetenz adressieren muss. Da leseschwache Schüler:innen das Lesen häufig als mühsam erleben, steht zu Beginn des Kapitels die Automatisierung hierarchieniedriger Prozesse im Mittelpunkt. Diese verlaufen automatisiert, wenn eine ausreichende Leseflüssigkeit vorhanden ist. Nach der vierdimensionalen Auffächerung des Konstrukts Leseflüssigkeit wird Lesemotivation als zentrale Einflussgröße auf das Leseverhalten definiert. In diesem Zusammenhang werden auch weitere bedeutsame Faktoren für die Genese von Lesemotivation erläutert: das Selbstkonzept, die Selbstwirksamkeit und die Attribution. Schließlich wird die Methode des Lesestandems als lesedidaktisches Basisverfahren für das in Kapitel 5 zu modellierende Leseförderverfahren bestimmt – auf der Basis sowohl der Erkenntnisse zu Ursachen schwachen Lesens als auch unter Einbezug vorhandener deutschdidaktischer Studien zur Wirksamkeit von Lautleseverfahren. In Abgrenzung zu bisherigen Studien wird auch die soziale Dimension in Form von Cross-Age-Mentoring fokussiert.