In Kapitel 2 werden die mediendidaktischen Grundlagen gelegt. Zur Plausibilisierung der Notwendigkeit medienintegrativer Leseförderung wird aufgezeigt, dass die Mediensozialisation von Kindern heute überwiegend im Medienverbund stattfindet, mit Film bzw. TV-Serie als Leitmedien. In Medienverbünden sind verschiedene Medien über ein zentrales Script miteinander verbunden, wodurch potenzielle Übergänge zum Medium Buch – und damit zum Lesen – möglich sind. Als Möglichkeit, solche intermedialen Übergänge gezielt didaktisch-methodisch anzubahnen, wird die Intermediale Lektüre vorgestellt. Ein Gegenstand, der hierdurch lernförderlich aufbereitet werden kann, ist der Medienverbund zu Michael Endes „Momo“. Dieser wird zum Abschluss des Kapitels mehrdimensional analysiert, um sein Potenzial für das in Kapitel 5 zu modellierende Leseförderverfahren offenzulegen. Das Verfahren soll an literaturbezogene Schemata anschlussfähig sein, die an audiovisuellen Medien erworben wurden. So wird denn auch eine stärkere curriculare Verankerung medienverbunddidaktischer Ansätze diskutiert, um das Lesen als eigenständige, ästhetisch-kulturelle Praxis im Zusammenspiel mit anderen, distinkten Medien zukunftsfähig zu gestalten.

错误:搜索内容不能为空,请输入英文关键词
错误:关键词超出字数限制,请精简
高级检索

Darstellung der Ausgangslage, Teil 1: Audiovisuell-orientierte Sozialisation im Medienverbund

  • Marc Kudlowski

摘要

In Kapitel 2 werden die mediendidaktischen Grundlagen gelegt. Zur Plausibilisierung der Notwendigkeit medienintegrativer Leseförderung wird aufgezeigt, dass die Mediensozialisation von Kindern heute überwiegend im Medienverbund stattfindet, mit Film bzw. TV-Serie als Leitmedien. In Medienverbünden sind verschiedene Medien über ein zentrales Script miteinander verbunden, wodurch potenzielle Übergänge zum Medium Buch – und damit zum Lesen – möglich sind. Als Möglichkeit, solche intermedialen Übergänge gezielt didaktisch-methodisch anzubahnen, wird die Intermediale Lektüre vorgestellt. Ein Gegenstand, der hierdurch lernförderlich aufbereitet werden kann, ist der Medienverbund zu Michael Endes „Momo“. Dieser wird zum Abschluss des Kapitels mehrdimensional analysiert, um sein Potenzial für das in Kapitel 5 zu modellierende Leseförderverfahren offenzulegen. Das Verfahren soll an literaturbezogene Schemata anschlussfähig sein, die an audiovisuellen Medien erworben wurden. So wird denn auch eine stärkere curriculare Verankerung medienverbunddidaktischer Ansätze diskutiert, um das Lesen als eigenständige, ästhetisch-kulturelle Praxis im Zusammenspiel mit anderen, distinkten Medien zukunftsfähig zu gestalten.