Definitionen
摘要
Die historische Region Bessarabien lässt sich aufgrund wiederholter Grenzverschiebungen nur bedingt eindeutig definieren. Anfangs bezeichnet der Begriff jene Regionen, die im 14. Jahrhundert unter die Herrschaft der Dynastie des Fürstengeschlechts Basarab gerieten, und wurde erst später auf das Gebiet der östlichen Moldau zwischen Dnister und Pruth übertragen, das 1812 an das Russische Reich fiel. Der Süden Bessarabiens gehörte zwischen 1856 und 1878 zum Fürstentum Moldau bzw. zu Rumänien. Drei Bezirke – Izmail und Akkerman (rum. Cetatea Albă, ukr. Bilhorod-Dnistrovs’kyi) im Süden sowie Chotin (rum. Hotin) im Norden – gelangten 1940 bzw. 1944 an die Ukraine. Die heutige Republik Moldau umfasst zudem Gebiete östlich des Dnister, die historisch weder zum Russischen Reich noch zu Großrumänien zählten, 1940 der Moldauischen SSR angegliedert wurden und 1991 teilweise als Transnistrische Moldauische SSR eigene staatsrechtliche Ansprüche erhoben (Hausleitner 2008: 825).