Der Beitrag stellt einen integrativen mediensemiotischen Ansatz vor, der im Sinne einer angewandten Kultursemiotik in qualitativen Inhaltsanalysen rekonstruiert, wie digitale Medienformate als sekundäre semiotische Systeme diskursive Praktiken bilden und damit kulturelles Wissen und kulturelle Praxis in multimodalen Semiosphären prägen, beeinflussen und entwickeln. Der Artikel kombiniert semiotische Kategorien wie Textualität, Medialität und Kulturalität mit dem Konzept der Digitalität (Stalder, 2016) und führt den Begriff „Multikodalität“ ein, um digitale Medien semiotisch angemessen zu beschreiben. Ein sechsstufiges Analysemodell zeigt, wie digitale Medien Dispositive bilden, Weltanschauungen strukturieren und ideologische Bedeutungen vermitteln (vgl. Decker, Hennig und Krah, 2024), (Decker, Hennig und Krah, 2023) und (Decker, 2018).

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Skizze eines integrativen mediensemiotischen Ansatzes und seiner Anwendung auf Phänomene digitaler Kultur

  • Jan-Oliver Decker

摘要

Der Beitrag stellt einen integrativen mediensemiotischen Ansatz vor, der im Sinne einer angewandten Kultursemiotik in qualitativen Inhaltsanalysen rekonstruiert, wie digitale Medienformate als sekundäre semiotische Systeme diskursive Praktiken bilden und damit kulturelles Wissen und kulturelle Praxis in multimodalen Semiosphären prägen, beeinflussen und entwickeln. Der Artikel kombiniert semiotische Kategorien wie Textualität, Medialität und Kulturalität mit dem Konzept der Digitalität (Stalder, 2016) und führt den Begriff „Multikodalität“ ein, um digitale Medien semiotisch angemessen zu beschreiben. Ein sechsstufiges Analysemodell zeigt, wie digitale Medien Dispositive bilden, Weltanschauungen strukturieren und ideologische Bedeutungen vermitteln (vgl. Decker, Hennig und Krah, 2024), (Decker, Hennig und Krah, 2023) und (Decker, 2018).